Die Medikamente
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Wie wirken Antipsychotika?
Antipsychotika
normalisieren die gestörte Informationsübertragung, indem sie das Gleichgewicht der Botenstoffe wieder
herstellen. Bildlich gesprochen kann man sich die Wirkung der Antipsychotika wie einen inneren Schutzschild
vorstellen. Er schirmt gegen die Reizüberflutung ab, die auf den kranken Menschen einstürmt und die
ihn bei zu grosser Belastung aus dem seelischen Gleichgewicht bringt.
- Sie
lindern
oder beseitigen Halluzinationen und Wahnvorstellungen (Positivsymptomatik).
- Sie
vermindern das psychotische Misstrauen und den sozialen Rückzug und wirken in diesem Sinne gegen die
Negativsymptomatik.
- Sie helfen, die Gedanken logisch zu ordnen.
- Sie
wirken entspannend und schlaffördernd.
- Sie bieten bei regelmässiger
Einnahme
einen Schutz vor Rückfällen.
- Sie ermöglichen eine Verbesserung
der Lebensqualität.
Antipsychotika
sind zurzeit die wirksamste Behandlung für schizophrene Psychosen. Sie ermöglichen den
Betroffenen, wieder einen Bezug zur Wirklichkeit anderer Menschen herzustellen.
Häufig nehmen sie dadurch die Krankheit erstmals bewusst als solche wahr.
Leider sind Antipsychotika nicht in allen Fällen in der Lage, Psychosen zu
«heilen», aber sie können das seelische Gleichgewicht wieder herstellen. Im Gegensatz
zu Beruhigungsmitteln verursachen Antipsychotika keine Abhängigkeit.