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bullet  Unerwünschte Wirkungen der Medikamente

Beobachten der unerwünschten Wirkungen

Die meisten unerwünschten Wirkungen bemerkt der Patient selbst als Erster. Manchmal sind es auch die Angehörigen, die eine Veränderung bemerken. Es ist wichtig, dass er sofort mit dem Arzt Rücksprache nimmt und mit ihm zusammen Gegenmassnahmen ergreift, wenn ihm etwas auffällt wie beispielsweise Besonderheiten der Bewegung, Sitzunruhe, ständige automatische Bewegung ausserhalb der eigenen Kontrolle, starker Muskelkater ohne entsprechende Anstrengung oder starker Speichelfluss.

Veränderter Gesundheitszustand

Treten unabhängig von der Antipsychotika-Therapie zusätzliche körperliche Erkrankungen oder Beschwerden auf, die vorher nicht vorhanden waren, sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden. Eventuell hat sich die körperliche Verfassung durch diese zusätzliche Erkrankung (zum Beispiel eine Herzkrankheit) so geändert, dass keine Antipsychotika mehr eingenommen werden dürfen. Es ist auch möglich, dass sich neu verschriebene Medikamente nicht mit den Antipsychotika vertragen und daher nicht gleichzeitig eingenommen werden dürfen.

Was ist während der Antipsychotika-Therapie zu beachten?

Wie bereits erwähnt, gibt es Menschen, die nicht auf bestimmte Präparate reagieren oder höhere Mengen eines Medikamentes brauchen als andere, um die gewünschte Wirkung zu erzielen. Der Arzt kann nicht voraussagen, wie ein Patient auf ein Medikament reagiert. Deshalb ist es wichtig, dass Betroffene selbst aktiv mitarbeiten und beobachten, wie sich ihre Stimmung, ihre Wahrnehmung, eventuelle Ängste, ihre Denk- und Gedächtnisleistung sowie ihre Konzentration ändern. Damit helfen sie, die optimale Wirkung der Medikamente zu erreichen.

Teilnahme am Strassenverkehr

Wie viele Medikamente wirken sich auch Antipsychotika auf die Orientierung, die Reaktionsgeschwindigkeit und die Konzentration im Strassenverkehr aus. Schwer beeinträchtigte und kranke Menschen sollten in der Regel kein Fahrzeug führen. Sie könnten dadurch sich und andere gefährden. Wenn sich Betroffene nach selbstkritischer Prüfung über ihre Fahrtüchtigkeit nicht im Klaren sind, ist es möglich, das Reaktionsvermögen und andere zum Führen eines Fahrzeuges notwendigen Fähigkeiten mit Hilfe neuropsychologischer Untersuchungen genauer zu bestimmen. Generell sollte sich niemand unmittelbar nach einer akuten Psychose aktiv am Strassenverkehr beteiligen. In solchen Fällen muss jeder Betroffene eine gewisse Zeit abwarten. Auch bei anderen Tätigkeiten mit besonderer Verantwortung für andere Menschen, zum Beispiel dem Steuern grosser Maschinen, gilt es, die eigene Belastbarkeit und Leistungsfähigkeit kritisch zu prüfen. Im Zweifelsfall sollten solche Tätigkeiten vermieden und bei Unsicherheiten immer der Arzt gefragt werden!

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Last Update 11.07.2016 15:33:34