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bullet  Die Wirkung der Medikamente

Abschwächung beziehungsweise Beseitigung der Symptome

Wichtigstes Ziel der Therapie mit Antipsychotika ist die Beseitigung von Symptomen oder zumindest deren deutliche Linderung. Um ihre Wirkung voll entfalten zu können, brauchen Antipsychotika ungefähr drei Wochen. Geduld kann schwierig sein, doch es lohnt sich! Es ist nicht ratsam, ein gut vertragenes Medikament zu wechseln. Vorher sollten Arzt und Patient versuchen, die Dosis dem individuellen Bedarf anzupassen.

Einige Beispiele für Symptomreduktion:

  • Extreme Erregung
    Durch Verfolgungsängste und Verkennung der Realität kann sich der Betroffene wie in einem im Wachzustand erlebten Albtraum fühlen. Das führt zu extremer Anspannung und Erregung. In diesem Zustand kann der Betroffene sich selbst und andere durch Selbstmordversuche beziehungsweise Fehlhandlungen gefährden. Der Kontakt zu ihm ist erschwert oder unmöglich. Antipsychotika beruhigen in der Regel den Patienten in einem solchen Fall. Das ermöglicht es, andere Behandlungsmassnahmen, beispielsweise eine Psychotherapie, durchzuführen.
  • Angst und Panik
    Angst begleitet fast jede schizophrene Psychose. Angst davor, verfolgt zu werden, vor Stimmen, Bestrahlung oder Vergiftung. Einen rationalen, für andere erkennbaren Grund dafür gibt es nicht. Viele Betroffene sind buchstäblich gelähmt vor Angst.
    Antipsychotika mindern die Angst und schirmen bedrängende Gefühle ab.
  • Starke Überempfindlichkeit
    Schwankungen in der persönlichen Empfindsamkeit und Verletzbarkeit kennt wahrscheinlich jeder, zum Beispiel im Zusammenhang mit grossen Belastungen, Prüfungen oder unangenehmen Ereignissen. Bei einem Menschen mit einer Psychose geht das so weit, dass er eine eigene Logik, eine eigene Theorie und schliesslich eine eigene Realität neben der tatsächlichen Realität errichtet und diese auch erlebt. Dieses Verhalten nennt man in einem ausgeprägten Fall einen «systematisierten Wahn».
    Antipsychotika können die Überempfindlichkeit dämpfen und im positiven Fall die Rückbildung des Wahns bewirken.
  • Stimmenhören
    Stimmenhören, ohne dass entsprechende Personen anwesend sind, ist ein häufiges Symptom bei schizophrenen Psychosen. Diese Stimmen geben manchmal Befehle – man spricht von imperativen (befehlenden) Stimmen. Manchmal beschimpfen die Stimmen den Betroffenen oder sie kommentieren sein Tun. Fast alle Patienten empfinden solche akustischen Halluzinationen als unangenehm, störend oder beängstigend.
    Antipsychotika können diese Halluzinationen erheblich dämpfen oder ganz zum Verschwinden bringen.

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Last Update 11.07.2016 15:33:34